Wir wollen bezahlbaren Wohnraum, weil...

... Wohnen ein Grundbedürfnis ist

... die Mieten das Haushaltsbudget sehr stark belasten

... mit der Förderung von preisgünstigem Wohnbau die Siedlungsentwicklung umwelt- und sozialverträglich

gestaltet werden kann

... mit Wohnraum nicht spekuliert werden soll

Aus aktuellem Anlass: am 9. Februar JA zur Volksabstimmung für mehr bezahlbaren Wohnraum 

Liebe Leserin

Lieber Leser

Sowohl alte als auch junge Mieter/innen sollten sich von der breiten Front der Gegnerschaft nicht Sand in die Augen streuen lassen und ihr Stimmrecht mit einem klaren JA nutzen, denn spätestens im Altersheim sind wir alle Mieter und sehen wie sich unsere Ersparnisse auflösen.

Das Schweizer Volk wird nicht selten als ein Volk von Mieterinnen und Mietern bezeichnet, zumal es sich dabei seit jeher und bis heute (auch vor den vielzitierten Einwanderungswellen) um den dominanten Wohnstatus hiesiger Bürgerinnen und Bürger handelt/e. Mieterinnen und Mieter mussten allerdings besonders in der Zeit nach der Finanzkrise einigermassen hilflos mitansehen, wie Wohnungspreise über die durch Inflation begründbaren Masse anstiegen und nun seit ein paar wenigen Jahren auf vergleichsweise hohem Niveau stagnieren. Ergebnis: Günstiger / bezahlbarer Wohnraum ist selbst in Agglomerationsgegenden vergleichsweise rar geworden. Damit ist auch nachvollziehbar, weshalb sich von unrechtmässigen Mietzinserhöhungen betroffene Mieterinnen und Mieter aus Angst nur selten zur Wehr setzen.

Die Schuldigen können in diesem Zusammenhang rasch benannt werden: zunehmende Boden- und Immobilienspekulation etwa auch in Form zahlreicher Investitionen in Wohnungssanierungen (verbunden mit massiven Mietzinserhöhungen). Nach Einsetzen der Finanzkrise präsentierte sich der Immobilienbereich sehr rasch als sicherer Hafen, der immer noch lukrative und einigermassen verlässliche Renditen bietet – im Gegensatz zu anderen Investitionsbereichen. Hat das Beispiel der USA aber nicht deutlich gezeigt, dass es hiervon Abstand zu nehmen gälte, der Immobilienbereich für Spekulationen tabu und die diesbezüglich soziale Verantwortung nicht nur wahr- sondern auch ernstgenommen werden müsste? Notabene handelt es sich beim „Recht auf Wohnen“ um ein Menschenrecht gemäss Art. 41 der Bundesverfassung, das aber leider erst in Basel-Stadt bis 2020 klar geregelt wird.

Die Polemik aus wirtschaftsfreundlichen Kreisen, man würde mit Annahme der Initiative „Mehr bezahlbare Wohnungen“ zur Planwirtschaft überschreiten, das Wohnen gar verteuern und die einzig verbleibende Investitionsmöglichkeit quasi abtöten, ist als das zu identifizieren, was es ist: unsachliche Panikmache. Es liegt auf der Hand, dass jene, die auf diesem Weg in den letzten Jahren ihr Geld vervielfältigen konnten, sich diesen Profit nicht freiwillig schmälern lassen und die Initiative dementsprechend kleinzureden versuchen.


Heidi Müller-Wiederkehr

Vize-Präsidentin Seniorenrat

17. Januar 2020

Raphael Racine in seinem Gastbeitrag auf www.nau.ch
«Muri-Gümligen darf kein Ghettofür Reiche werden»  

2. Dezember 2019

Initiative für bezahlbare Wohnungen (Wohn-Initiative) in der Stadt Bern: Die Beschwerde des Hauseigentümerverbandes Bern und Umgebung wurde vom Bundesgericht vollumfänglich abgelehnt und die Initiative kann mehr als 6 Jahre nach dem deutlichen Entscheid an der Urne endlich in Kraft gesetzt werden. Das Urteil hat Ausstrahlung über die Stadt Bern hinaus und ist ein wichtiges Zeichen für die aktive Förderung von mehr bezahlbarem Wohnraum. Das höchste Gericht folgt somit der Einschätzung, dass die Gemeinden die Kompetenz haben, geeignete Massnahmen für die Förderung von bezahlbarem Wohnraum zu ergreifen. 

11. Oktober 2019

Unsere Initiative konnte bereits nach der Hälfte der eigentlichen Sammelfrist bei der Gemeinde eingereicht werden. Wir danken allen Unterstützenden herzlichst für ihre Mithilfe und freuen uns auf die bevorstehende Abstimmung in rund 1,5 Jahren. Die ganze Medienmitteilung kann hier eingesehen werden.

13. August 2019

Bis Ende Juli sind bei uns fast die Hälfte der benötigten Unterschriften eingegangen. Wir danken ganz herzlichst unsere Unsterstützer*innen. Jetzt geht's in die heisse Phase und wir werden auch vermehrt auf der Strasse anzutreffen sein. Wir freuen uns über jede helfende Hand, Freiwillige dürfen sich gerne über das Kontaktformular bei uns melden. 

16. Juni 2019

Die SP und die Grünen von Muri-Gümligen starten gemeinsam mit einem überparteilichen
Komitee eine Gemeindeinitiative für mehr bezahlbaren Wohnraum in unserer
Gemeinde, denn Wohnraum stellt für Personen mit tiefen und mittleren Einkommen eine hohe finanzielle Belastung dar. Die ganze Medienmitteilung finden Sie hier. 

Download Unterlagen

Alle Unterlagen zur Initiative können hier gedownloadet werden. 


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